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Unser wissenschaftlicher Mitarbeiter Henryk Joost hat kürzlich die Publikation „Globale Gerechtigkeit in der Wasserstoffökonomie: ein dependenztheoretischer Blick auf die namibische Wasserstoffökonomie im Spannungsfeld von Dekarbonisierung, Entwicklung und Abhängigkeit“ im Forum Humangeographie veröffentlicht.

Die Publikation untersucht die Namibisch-Deutschen Wasserstoffbeziehungen mit den theoretischen Werkzeugen der Dependenztheorien sowie der Forschung zu Extraktivismus. Sie erörtert, wie die Partnerschaft zwischen Deutschland und Namibia – in einem Kontext wirtschaftlichen Ungleichgewichts und neokolonialer Strukturen – ausgestaltet wird und analysiert die Verteilung von gesellschaftlichen, ökonomischen und ökologischen Risiken in der grenzübergreifenden Wasserstoffwirtschaft. Die Analyse bereits bestehender Wasserstoffprojekte, Policy-Strategien und transnationaler Verträge zeigt, dass Namibia in dem Vorhaben große ökologische, wirtschaftliche und soziale Risiken trägt. Künftige Gewinne aus der Wasserstoffwirtschaft bleiben für Namibia eine riskante Wette auf die Zukunft. Nicht zuletzt verfolgt die Publikation das Ziel, Anknüpfungspunkte für die in Bezug auf die Wasserstoffwirtschaft bisher wenig rezipierten Dependenztheorien nutzbar zu machen.

Der Artikel ist als Open Access verfügbar: https://doi.org/10.21248/gups.90928.