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Partnerschaft ohne Einsatz? Ein neues Konzept für den Einfluss der EU im lateinamerikanischen Lithiumsektor

Dieser Extractivism Policy Brief 06/2026 zeigt:

• Die Lithiumstrategie der EU bevorzugt Diplomatie vor Investitionen. Sie muss auch finanziell untermauert werden, um ihre Wirksamkeit zu entfalten.

• Entlang der Lithium-Wertschöpfungskette verliert Europa an Einfluss, sowohl im Bereich normativer Rahmensetzung als auch im Bereich von Eigentumsstrukturen.

• Nachhaltigkeits- und ESG-Standards entfalten ohne flankierende Investitionen und Risikoteilung kaum Wirkung. Sie werden von lokalen Akteuren primär als regulatorische Auflagen interpretiert.

• Die EU kann ihr Ziel strategischer Autonomie nur erreichen, indem sie weniger Normsetzer und mehr kooperativer Investor in Schlüsselindustrien wird. Eine tragfähige Kooperation mit lateinamerikanischen Partnerländern setzt voraus, dass europäische Instrumente stärker an deren industriepolitische Entwicklungsstrategien ausgerichtet werden.

Autorin: Beatriz Calzada Olvera ist Wissenschaftlerin und Dozentin am Institut für Wohnungs- und Stadtentwicklungsstudien (IHS) der Erasmus-Universität Rotterdam sowie assoziierte Forscherin am Institut für Wirtschafts- und Sozialforschung zu Innovation und Technologie der Universität der Vereinten Nationen in Maastricht (UNU-MERIT). Ihre Arbeit konzentriert sich auf Entwicklungsökonomie, Innovation und Nachhaltigkeit, wobei der Schwerpunkt auf kritischen Rohstoffen, Dekarbonisierung und industriellen Wertschöpfungsketten liegt. Ihre Arbeit konzentriert sich auf Entwicklungsökonomie, Innovation und Nachhaltigkeit, wobei der Schwerpunkt auf kritischen Rohstoffen, Dekarbonisierung und industriellen Wertschöpfungsketten liegt.

Link zum PDF: Download Extractivism Policy Brief 06/2026 (ENGLISCH)

DOI: https://doi.org/10.17170/kobra-2026042912139.